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Dick, dicker, fettes Geld


Es ist schon ein wenig her, als Arte die Doku "Dick, dicker, fettes Geld" ausstrahlte. Aber die Sendung ist noch auf der Website zu finden. Ich kann den Film wirklich nur empfehlen!


Im wesentlichen geht es in der Doku darum, wie die Industrie, allen voran die Zuckerindustrie, seit Jahren Ernährungsmythen verbreitet und damit den Konsum von Zucker und hoch verarbeitenden Lebensmitteln verharmlost. Süssgetränke sind günstiger als Wasser, Weissbrot günstiger als ein Apfel, usw. In der Dokumentation werden verschiedenste Beispiele aus der ganzen Welt gezeigt.


Offensichtlich skrupellos werden bereits unsere Kinder mit bunten Verpackungen, Spielzeugen und falschen Versprechungen angelockt, das Überangebot an hoch verarbeitenden Lebensmitteln zu konsumieren. "Weck den Tiger in Dir" und "Die Milch macht's" sind nur zwei Beispiele aus dem Repertoire der Industrie.


Der Film zeigt deutlich auf dass es offensichtlich nicht reicht, einfach "nur" eine Steuer auf solche Lebensmittel zu erheben, sondern dass es viel wichtiger ist zu informieren. Als Beispiel dient Chile, wo Lebensmittel mit Hilfe von Symbole gekennzeichnet werden müssen. Hat ein Lebensmittel mehrere Symbole, gilt es als sehr ungesund. Hat es keines, als gesund. (Hier mehr dazu) Das hat auch Konsequenzen für diese Produkte, denn diese dürfen beispielsweise zwischen 6 und 22 Uhr im Fernsehen nicht mehr beworben werden. Auch ist in Chile gezielte Werbung für unter 14jährige verboten und die bunten Figuren wurden von den Verpackungen verbannt. Und mit Erfolg! Bereits nach einem Jahr sind die ersten Erfolge deutlich sichtbar. So etwas würde ich mir auch für Europa wünschen, wo mittlerweile jeder Fünfte (!) als adipös gilt. Mit allen negativen Folgen - allen voran Diabetes.


Ebenfalls eindrücklich fand ich das Beispiel "Mexiko". Denn dort gibt es mittlerweile ein enormes Problem mit Fettleibigkeit. Fast drei Viertel der Bevölkerung sind dort betroffen und schuld ist vorrangig die Ernährung mit den falschen Lebensmitteln. In der Doku wird unter anderem aufgezeigt, wie traditionelle Lebensmittel der mexikanischen Küche - die unproblematisch wären - allmählich durch Junk-Food ersetzt werden und Eltern ihre Kinder mit falschem Wissen "krank" ernähren. Im Film ist beispielsweise ein dreijähriges Kind mit 20 Kilo zu sehen (normal wären ca. 13kg), dessen Mutter ihm zu viel Fruchtsäfte zu trinken gab - in der Meinung dem Kind etwas Gutes zu tun. Fruchtsäfte seien ja gesund, so die landläufige Meinung.


Auch sei das Problem in Mexiko ein finanzielles (wie natürlich auch hier in Europa), denn Junk-Food ist mittlerweile sehr oft billiger als gesundes und natürlich essen. So ist im Film davon die Rede dass Süssgetränke billiger wären als Wasser - eigentlich unvorstellbar.


Vieles von dem was in diesem Film gesagt wurde kenne ich aus eigener Erfahrung. Deswegen erhält dieser Film von mir eine ganz klare Empfehlung. Unbedingt ansehen, so lange es noch möglich ist. Direkt auf der Website von Arte (oder dem Link weiter oben).


Liebe Grüsse,

Christian

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