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Der letzte Schritt

Nein, keine Angst. Das ist nicht das Ende von 3Rules. "Der letzte Schritt" ist vielmehr gemeint als Abschluss meiner "Abnehm" - Reise. Und ich freue mich darauf - auch wenn ich grossen Respekt vor der Operation habe. Und ich bin schon sehr auf das Ergebnis gespannt.


Warum eine Operation?

Ein Gewichtsverlust hat Folgen. Psychisch und Physisch. Und obwohl diese Folgen grösstenteils positiv sind, es gibt auch negative. Und eine dieser negativen Folgen ist die überschüssige Haut. Denn diese wird sich, sobald der Gewichtsverlust eine gewisse Grössenordnung erreicht hat, nicht mehr ganz von selbst zurückbilden. Und diese überschüssige Haut sieht nicht nur komisch aus, sondern sie stört auch. Vor allem, aber nicht nur, beim Sport.



Das erste Bild oben, das war mein Bauch vor dem Gewichtsverlust. Und darunter, das ist mein Bauch wie er zur Zeit noch aussieht. Die unverblümte Wahrheit. Die ganze Haut hängt herunter. Mit normaler Kleidung ist das fast nicht zu sehen, aber mit Sportkleidung, oder eben mit freiem Oberkörper. Und nebst dem optischen Aspekt führt die Haut-Überlappung auch dazu, dass sich einzelne Hautpartien aufscheuern. Und dadurch entstehen wunde Stellen, die nicht angenehm sind und sich eben auch entzünden können.


Es ist klar, dass es schön wäre, die ganze Haut los zu werden. Das kann bis zu einem gewissen Grad auf natürlichem Wege geschehen, aber nicht mehr bei einem so grossen Gewichtsverlust wie ich ihn durchlebte. Die einzige Möglichkeit ist hier eine Operation, eine sogenannte Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) - es gibt da keine Salbe oder Massage-Technik. Abhängig davon, wieviel Haut zu entfernen ist, vielleicht sogar mehrere Operationen. In meinem Fall ist es zum Glück an den Armen und den Beinen nicht so ausgeprägt dass ich dort ein grösseres Problem hätte, aber am Bauch und im Brustbereich eben schon. Die Arme und Beine lasse ich also für's erste einmal sein und konzentriere mich auf den Bauch und die Brust. Das werden ca. 4kg an Haut sein, die entfernt werden.


Das Ziel der Bauchdeckenstraffung

Ganz klar: Sommerfigur mit Sixpack! ;-) Aber Spass beiseite: Das Ziel der Operation ist tatsächlich ein anderes. In erster Linie wird die Operation nämlich nicht aus ästhetischen Gründen durchgeführt. Sondern das Ziel ist zunächst einmal die Wiederherstellung der Funktion. D.h. es wird in erster Linie darauf Augenmerk gelegt, dass die überlappende Haut keine negativen gesundheitlichen Folgen verursacht. Eben beispielsweise, wie weiter oben schon geschildert, das Wundscheuern beim Joggen. Daneben verspricht das Entfernen der Haut aber auch, dass das Gewicht leichter gehalten werden kann. Denn wenn die Haut nicht mehr ständig stört, ist auch der Abnehmerfolg gleich nochmals höher und gibt dem Selbstbewusstsein einen gehörigen Schub nach vorne. Das motiviert dann auch gleich noch mehr Sport zu treiben, was wiederum dazu führen soll die Motivation, das Gewicht weiter zu halten, zu erhöhen. Win-Win Situation. Und das ist auch der Grund warum die Krankenkassen die Operation bezahlen. Denn je mehr Faktoren zusammenspielen, desto einfacher ist es, das Gewicht dauerhaft zu halten. Und das ist das eigentliche Ziel.


Natürlich soll die Ästhetik dabei nicht zu kurz kommen, denn es hilft dann auch wieder nichts, wenn zwar die Haut nicht mehr herunterhängt, dafür aber der Bauch verunstaltet ist. Das ist auch der Grund warum, wie ich weiter unten noch beschreiben werde, die Sache mit dem Nabel so wichtig ist. (Kannst Du Dir Deinen Bauch ohne Nabel vorstellen?)


Ich bin jedenfalls auf das Ergebnis gespannt. Denn auch wenn ich nicht davon ausgehe danach ein Sixpack zu haben, alleine das "Schwabbeli" (wie meine Kinder meinen Bauch zur Zeit noch liebevoll nennen) zu verlieren ist für mich schon Belohnung genug. Übrigens: So komisch das auch klingen mag: Meinen Kindern ist es gar nicht recht, dass ich den Bauch operieren lasse. Die mögen "Schwabbeli" nämlich. :-)


Und was passiert da eigentlich?

Nachdem ich mein Gewicht über längere Zeit erfolgreich gehalten habe, sind jetzt alle Voraussetzungen gegeben, dass diese Operation zum einen durchgeführt werden kann (und es auch Sinn macht) und zum anderen die Krankenkasse die Kosten dafür auch übernimmt (Danke, SWICA)! Der Operationstermin steht noch vor Weihnachten an.


Im Vorfeld der Operation im Spital wurden deshalb schon Vorabklärungen getroffen und auch genau erklärt was gemacht werden wird. Und das ist sehr interessant (Die Ärzte unter euch mögen mir meine laienhafte Ausdrucksweise verzeihen).


Die Operation an der Brust

Wie weiter oben schon erwähnt, werden zwei Bereiche operiert. Zum einen die Brust. Dort wird um die Brustwarzen herum die Haut entfernt und auch dort wieder angenäht. Das Ziel ist es, dass die später entstehende Narbe genau am Rand der Brustwarze ist, so dass sie weniger auffällt. Unter Umständen, je nach Situation, kann es aber auch notwendig werden, dass ein zusätzlicher Schnitt vertikal oder horizontal durchgeführt werden muss. Das wäre zwar im Endergebnis vielleicht ein wenig auffälliger, aber wird sich unter Umständen nicht vermeiden lassen. Denn um ein ansprechendes Ergebnis zu erhalten werden wohl auch einige wenige übrig gebliebene Fettzellen an bestimmten Stellen abgesaugt werden müssen und dort können, so wie ich das verstanden habe, Einbuchtungen entstehen, die dann eben operativ korrigiert werden.

Die Operation am Bauch

Deutlich komplexer klingt der Eingriff am Bauch. Denn dort wird, wie in der Skizze ersichtlich, zunächst ein Schnitt von der einen Seite des Körpers zu der anderen Seite durchgeführt um überschüssiges Fett- und Hautgewebe zu entfernen. Dann wird der Bauchmuskel gestrafft, um schlussendlich die Bauchdecke nach unten zu ziehen. Der Nabel soll dabei erhalten bleiben. Denn, so überflüssig der Nabel vielleicht auch sein mag, ich kann mir meinen Bauch ohne Nabel nicht vorstellen. Du? Und für den Nabel wird wohl ein ziemlicher Aufwand betrieben. Denn der wandert natürlich durch die Straffung der Haut nach unten und wäre an der falschen Stelle. Deshalb wird er, nachdem die Bauchdecke gestrafft wurde, weiter oben wieder "neu eingepflanzt". Und sollte es passieren dass der Nabel abstirbt, was anscheinend wohl durchaus vorkommen kann, wird sogar ein ganz neuer Nabel modelliert. Danach wird alles auf Höhe des Schambeins vernäht, so dass die eigentliche Narbe durch die Unterbekleidung verdeckt wird. Der Eingriff wird um die drei Stunden dauern und unter Vollnarkose durchgefüht und der geplante Spitalaufenthalt sind fünf Tage.


Wie geht es dann weiter?

In den Wochen nach der Operation darf ich zunächst keinen Sport machen und muss mich schonen. Die Operation verursacht ja eine grosse Wundfläche und diese sollt gut verheilen. Das wird der harte Teil für mich werden. ;-) Darüber hinaus muss ich wohl einen Kompressionsbauchgurt tragen, der die Wunde entlasten soll. Das vollständige Endergebnis soll dann nach etwa sechs Monaten zu erwarten sein, wenn der Bauch vollständig abgeschwollen ist. Ich bin gespannt. Apropos verheilen: Je gesünder man lebt, desto besser soll auch die Wundheilung sein. Wenn Du also schon vorher nicht geraucht und übermässig viel Alkohol getrunken und ein wenig Sport gemacht hast sollten die Effekte der Operation schneller abklingen. Klingt doch gut, oder? :-)


Es wird also nochmals spannend bei mir und mit Sicherheit nicht Langweilig. :-)


Bis bald! Christian


P.S.: Wenn Du schon so eine Operation hattest würde ich mich über eine Feedback in den Kommentaren freuen. Fragen zu 3Rules oder auch der Operation selbst beantworte ich natürlich wieder gerne über E-Mail. Dafür kannst Du das Kontakt-Formular hier auf meinem Blog verwenden.


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